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Integrationsdienstleister (auch: Personaldienstleister bzw. Zeitarbeit als Integrationsdienstleister) bezeichnet die Rolle von Personaldienstleistern bei der Arbeitsmarktintegration von Menschen, die es besonders schwer haben, auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dazu zählen insbesondere Geflüchtete, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen sowie Langzeitarbeitslose und Personen mit mehreren Vermittlungshemmnissen. Über die Beschäftigung selbst hinaus übernehmen Personaldienstleister dabei eine Lotsenfunktion und begleiten diese Menschen aktiv beim Einstieg in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
Der Begriff beschreibt keinen eigenständigen Rechtsbegriff, sondern ein Selbstverständnis und eine gesellschaftliche Funktion der Personaldienstleistungsbranche. Im Arbeitsalltag bedeutet das: Personaldienstleister unterstützen Menschen nicht nur bei der Arbeitsaufnahme, sondern auch bei praktischen Hürden ringsherum – etwa bei der Begleitung von Behördengängen, der Organisation der An- und Abfahrt zum Arbeitsplatz oder der Wohnungssuche. Diese Unterstützung ist für die Beschäftigten kostenlos. Da die Aufnahme einer Beschäftigung zugleich eine maßgebliche Voraussetzung für die gesellschaftliche Integration ist, leisten Personaldienstleister damit angesichts des wachsenden Arbeits- und Fachkräftemangels einen wichtigen Beitrag. Laut OECD-Studie 2024 liegt die Erwerbstätigenquote eingewanderter Menschen in Deutschland mit rund 70 Prozent höher als in den meisten EU-Vergleichsländern.
Wie wirksam dieser Beitrag ist, zeigt sich bei der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) beendeten von Januar bis Mai 2025 knapp 93.000 Schutzsuchende ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung; rund 17.500 davon – knapp ein Fünftel – fanden eine Arbeit bei einem Personaldienstleister. Mit einem Anteil von 19 Prozent an allen Beschäftigungsaufnahmen arbeitsloser Geflüchteter ist die Zeitarbeit damit die stärkste Einzelbranche bei deren Arbeitsmarktintegration – noch vor Handel, Gastgewerbe und dem Verarbeitenden Gewerbe. Auch bei Geflüchteten aus der Ukraine begann rund jede neunte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (etwa 11 Prozent, Januar bis Mai 2025) in der Zeitarbeit, obwohl die Zeitarbeit nur unter 2 Prozent der Gesamtbeschäftigung ausmacht.
Auch für arbeitsmarktferne Menschen ist die Branche eine Chance. Laut BA-Statistik kamen 2024 rund 65 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Zeitarbeitskräfte, die einen Arbeitsvertrag mit einem Personaldienstleister abschlossen, aus der Beschäftigungslosigkeit; etwa ein Drittel von ihnen war zuvor langzeitarbeitslos. Mehr als jede fünfte neu begonnene Beschäftigung in der Zeitarbeit (rund 21 Prozent) geht auf einen Menschen zurück, der vorher langzeitarbeitslos war oder noch nie gearbeitet hat (BA, Jahresdurchschnitt 2024).
Entgegen einem häufigen Missverständnis ist dieser Einstieg nachhaltig: Drei von vier Personen, die ihre Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigung in der Zeitarbeit beendeten, sind zwölf Monate später weiterhin sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ein Drittel davon inzwischen in anderen Branchen. Damit liegt die Quote nur knapp unter der der Gesamtwirtschaft (rund 79 Prozent). Mit der Mitzeichnung der Job-Turbo-Erklärung im November 2023 hat der Gesamtverband der Personaldienstleister e. V. (GVP) gemeinsam mit Spitzenverbänden der Wirtschaft und Gewerkschaften das Engagement der Branche für die nachhaltige Arbeitsmarktintegration Geflüchteter unterstrichen.
Als Integrationsdienstleister werden Personaldienstleister bezeichnet, die Menschen mit Startschwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt – etwa Geflüchtete oder Langzeitarbeitslose – in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bringen. Sie helfen nicht nur bei der Jobsuche, sondern begleiten auch bei Behördengängen, Anfahrt oder Wohnungssuche und übernehmen so eine Lotsenfunktion bei der Arbeitsmarktintegration.
Ja. Mit einem Anteil von 19 Prozent an allen Beschäftigungsaufnahmen arbeitsloser Geflüchteter ist die Zeitarbeit die stärkste Einzelbranche bei deren Arbeitsmarktintegration (Bundesagentur für Arbeit, Januar bis Mai 2025). Bei Geflüchteten aus der Ukraine begann rund jede neunte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Zeitarbeit. Gemessen am Branchenanteil von unter 2 Prozent an der Gesamtbeschäftigung ist das ein überdurchschnittlicher Beitrag.
Ja. 2024 kamen rund 65 Prozent der neu eingestellten Zeitarbeitskräfte aus der Beschäftigungslosigkeit, rund ein Drittel davon war langzeitarbeitslos. Jede siebte Beschäftigungsaufnahme von Arbeitslosen aus dem Bürgergeld-Bezug (Rechtskreis SGB II) erfolgte in der Zeitarbeit (Bundesagentur für Arbeit, 2024). Damit ist die Branche ein wichtiger Einstiegsweg gerade für Menschen, die lange ohne Arbeit waren.
Arbeitnehmerüberlassung | GVP-Qualitätsstandards internationale Mobilität | Personaldienstleistung | Zeitarbeit
Stand: Juli 2026
Quelle: Gesamtverband der Personaldienstleister e. V. (GVP)
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