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30.04.2026
Über den Autor
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Tobias Hintersatz Verbandskommunikation

Tobias Hintersatz ist beim GVP im Fachbereich Kommunikation tätig und widmet sich dort schwerpunktmäßig den Bereichen Pressearbeit, Redaktion und Social Media. Der studierte Politologe und Kommunikationswissenschaftler ist seit 2018 beim Vorgängerverband BAP und nun beim GVP beschäftigt. Zuvor war er u.a. in einem Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft sowie einem Architektenverband für die Kommunikation verantwortlich.    

Telefon: +49 30 206098-5216
E-Mail

Arbeitsmarkt im April: Iran-Krieg bremst Konjunkturerholung – Zeitarbeit weiter rückläufig

Die Auswirkungen des Iran-Krieges und die anhaltend angespannte wirtschaftliche Lage prägen den deutschen Arbeitsmarkt im April 2026. Trotz der Frühjahrsbelebung zeigt sich nur eine schwache Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit, eine weiterhin verhaltene Arbeitskräftenachfrage sowie rückläufige Beschäftigtenzahlen.

Arbeitslosigkeit kaum gesunken – saisonbereinigt sogar Anstieg

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, sank die Zahl der Arbeitslosen im April mit der Frühjahrsbelebung gegenüber dem Vormonat lediglich um 13.000 auf insgesamt 3,008 Millionen Menschen. Saisonbereinigt errechnet sich sogar ein Anstieg um 20.000. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit um 77.000 zu. Die bundesweite Arbeitslosenquote blieb mit 6,4 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert und lag damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.

Stellenmarkt verharrt auf niedrigem Niveau

Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im April waren 641.000 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 5.000 weniger als im Vorjahresmonat. Ein breiter Aufwärtstrend bei der Arbeitskräftenachfrage ist weiterhin nicht erkennbar. Die Erwerbstätigkeit in Deutschland sank im März gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 25.000 auf 45,66 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Rückgang mit 182.000 weniger Erwerbstätigen (-0,4 Prozent) deutlicher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Februar 2026 bei 34,75 Millionen und damit um 96.000 unter dem Vorjahreswert.

Kurzarbeit: Anzeigen rückläufig, Realisierung leicht erhöht

Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit bleibt vergleichsweise begrenzt. Vom 1. bis 26. April wurde für rund 28.000 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, nach 38.000 im vergleichbaren Zeitraum des Vormonats. Für Februar 2026 wurde nach vorläufigen Hochrechnungen für 156.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 11.000 mehr als im Vormonat, aber 114.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit geht weiter zurück

Auch die Zeitarbeitsbranche spürt die konjunkturelle Krise weiterhin. Nach neuen Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Februar 513.600 Personen sozialversicherungspflichtig in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt. Das entspricht einem Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein merklicher Abwärtstrend: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Zeitarbeit sank hier um 7,3 Prozent.

Perspektive: Konjunkturelle Erholung lässt auf sich warten

Für die kommenden Monate ist weiterhin mit einer angespannten Entwicklung zu rechnen. Eine nachhaltige Erholung des deutschen Arbeitsmarktes hängt weiterhin maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung, zusätzlichen Investitionen sowie einer spürbaren Belebung der Wirtschaft und der weiteren Entwicklung im Iran-Konflikt ab.

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