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Suzana Rakun Gesamtverband der Personaldienstleister e.V. (GVP) stv. Leiterin Fachbereich Bildung | Personalentwicklung
Nach dem Studium der Erziehungswissenschaften und Japanologie sowie einem studienbegleitenden Auslandsjahr in Japan arbeitete sie unter anderem bei der Berliner Krebsgesellschaft e.V. und der Stiftung kulturserver.de.Seit 2018 gehört sie dem Verband an und hat dort verschiedene Themen und Projekte im Bildungsbereich bearbeitet. Heute ist sie stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Bildung und begleitet insbesondere den Aufbau und die strategische Weiterentwicklung des Verbandsbereichs Personalentwicklung.
Telefon: +49 30 206098-5614E-Mail
Irene Schubert, Vorsitzende des Verbandsbereichs Personalentwicklung (VBPE), erläutert im Interview, welche Ziele mit den Qualitätsstandards verbunden sind, welchen Mehrwert sie für die Mitgliedsunternehmen bieten und wie sie dazu beitragen können, Personalentwicklung künftig noch stärker zu strukturieren, noch sichtbarer zu machen und als Geschäftsfeld zu etablieren.
Frau Schubert, mit den Qualitätsstandards guter Personalentwicklung erweitert der GVP seine bestehenden Qualitätsstandards um ein weiteres zentrales Themenfeld. Welche Bedeutung hat dieser Schritt für die Branche?
Irene Schubert: Mit den neuen Qualitätsstandards guter Personalentwicklung setzt der GVP ein sehr wichtiges und bewusstes Signal für unsere Branche. Der Verband – und damit auch der Verbandsbereich Personalentwicklung – zeigt klar, dass er sich seiner Verantwortung gegenüber Unternehmen, Mitarbeitenden und der Gesellschaft bewusst ist und diese aktiv wahrnimmt.
Die Qualitätsstandards sind dabei keine Neuerfindung, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des bestehenden Systems. Personalentwicklung ist seit vielen Jahren fester Bestandteil unserer Branche. Sie findet tagtäglich statt – wurde bislang jedoch häufig nicht ausreichend sichtbar. Mit den neuen Qualitätsstandards wird Personalentwicklung nun klar verankert, strukturiert und nach außen deutlich erkennbar gemacht.
Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist dieser Schritt von enormer Bedeutung. Wir machen damit deutlich, welchen Beitrag Personaldienstleister zur Qualifizierung, Entwicklung und langfristigen Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitenden leisten.
Mit der Einführung der Qualitätsstandards im Bereich Personalentwicklung positioniert sich der GVP eindeutig als zukunftsorientierter Verband. Gleichzeitig machen wir unser vorhandenes Know-how sowie unsere langjährige Erfahrung sichtbar und stärken unsere Rolle als verlässlicher und kompetenter Partner für Unternehmen und Beschäftigte.
Die QS PE wurden von Mitgliedsunternehmen des VBPE erarbeitet. Wie stark sind die Erfahrungen aus der Praxis darin eingeflossen?
Irene Schubert: Die Erfahrungen aus der Praxis sind in sehr hohem Maße in die Qualitätsstandards Personalentwicklung eingeflossen. An der Erarbeitung waren Mitgliedsunternehmen unterschiedlichster Größen und Ausrichtungen beteiligt – von großen Unternehmen mit eigenen integrierten Bildungsträgern bis hin zu kleineren Betrieben, die sich auf einzelne Bereiche der Personalentwicklung spezialisiert haben.
Genau diese Vielfalt war uns besonders wichtig. Unterschiedliche Herausforderungen, konkrete Erfahrungen und operative Abläufe aus dem Arbeitsalltag wurden in die Qualitätsstandards integriert. Ziel war es, Standards zu entwickeln, die nicht nur fachlich fundiert sind, sondern vor allem praktikabel und umsetzbar bleiben.
Die Qualitätsstandards bilden somit ein realistisches Abbild dessen, wie Personalentwicklung in der Personaldienstleistung tatsächlich gelebt wird. Sie sind kein theoretisches Konstrukt, sondern ein Werkzeug, das direkt an die Anforderungen und Gegebenheiten unserer Branche anschließt – immer unter der klaren Prämisse: von Mitgliedern für Mitglieder.
Viele Unternehmen leisten bereits heute einen Beitrag zur Entwicklung ihrer Mitarbeitenden – oft ganz selbstverständlich im Alltag. Wie können die QS PE dabei helfen, sich im Bereich Personalentwicklung noch gezielter weiterzuentwickeln und zugleich sichtbarer zu werden?
Irene Schubert: Viele Unternehmen fördern die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden schon heute aktiv. Die QS PE helfen dabei, diese Aktivitäten nicht nur wertzuschätzen, sondern gezielter weiterzuentwickeln. Sie geben dafür eine klare Orientierung: von den Grundsätzen guter Personalentwicklung über die Bedarfsanalyse und Planung bis hin zur Dokumentation und Evaluation. So wird Personalentwicklung nicht dem Zufall überlassen, sondern bewusster, nachvollziehbarer und wirksamer gestaltet.
Ein konkreter Mehrwert liegt darin, dass die Qualitätsstandards Unternehmen dabei unterstützen, genauer hinzuschauen: Welche Entwicklungsbedarfe gibt es bei internen Mitarbeitenden, bei externen Mitarbeitenden und im Zusammenspiel mit Kundenunternehmen? Welche Maßnahmen passen tatsächlich zum Bedarf? Und wie kann sichtbar gemacht werden, was daraus entstanden ist? Die QS PE geben dafür eine Struktur vor, ohne starre Vorgaben zu machen. Gerade auch kleinere Unternehmen können so vorhandene Ansätze Schritt für Schritt weiterentwickeln.
Darüber hinaus können die QS PE auch ein Impuls sein, Personalentwicklung systematisch auszubauen. Denn sie beschreiben Personalentwicklung nicht nur als interne Aufgabe, sondern auch als Beratungs- und Unterstützungsleistung für Kundenunternehmen. Für manche Unternehmen bedeutet das, bestehende Strukturen zu schärfen; für andere kann daraus schrittweise ein eigenständiges Geschäftsfeld entstehen.
Die QS PE decken viele Aspekte ab – von den Grundsätzen guter Personalentwicklung bis zur Evaluation von Maßnahmen. Was zeichnet diesen ganzheitlichen Ansatz aus?
Irene Schubert: Was den ganzheitlichen Ansatz der QS PE auszeichnet, ist für mich vor allem die klare und nachvollziehbare Struktur. Personalentwicklung wird nicht auf einzelne Maßnahmen reduziert, sondern ganzheitlich gedacht – vom tatsächlichen Bedarf über die Umsetzung bis hin zur Wirkung. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel der einzelnen Elemente und nicht die isolierte Betrachtung einzelner Angebote.
Gleichzeitig sind die QS so aufgebaut, dass sie flexibel bleiben. Sie lassen sich auf unterschiedliche Unternehmensgrößen und Strukturen übertragen und bilden die Realität der Praxis ab. So wird Personalentwicklung nicht nur intern klarer, sondern auch für Mitarbeitende und Kunden besser nachvollziehbar – etwa in Bezug darauf, welche Ziele verfolgt werden und welchen konkreten Nutzen die Maßnahmen haben.
Zum ganzheitlichen Ansatz gehört zudem, dass Maßnahmen nicht nur umgesetzt, sondern auch dokumentiert und in ihrer Wirkung nachvollziehbar gemacht werden.
Personalentwicklung wird zunehmend auch als eigenständiges Geschäftsfeld gesehen. Welche Rolle spielen die QS PE in dieser Entwicklung?
Irene Schubert: In diesem Zusammenhang gewinnt die Rolle der Personalentwicklung als eigenständiges Geschäftsfeld an Bedeutung. Die QS PE schaffen hier eine strukturierte und verlässliche Grundlage, um Personalentwicklung nicht nur intern zu leben, sondern auch als klare Leistung nach außen anzubieten.
Sie unterstützen Unternehmen dabei, Beratungs- und Qualifizierungsangebote gezielt zu entwickeln und sauber zu definieren – also beispielsweise klarzumachen, welche Leistungen erbracht werden, wie sie abgegrenzt sind und welchen konkreten Nutzen sie für Kunden und Mitarbeitende haben. Damit greifen die Qualitätsstandards zentrale Anforderungen auf, etwa Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine klare Rollenverteilung in der Zusammenarbeit mit Kundenunternehmen.
Aus meiner Erfahrung stärkt genau diese Klarheit das Vertrauen bei Kunden und Partnern. Personalentwicklung wird dadurch als professionelle und eigenständige Leistung wahrgenommen – und nicht nur als ergänzende Maßnahme im Hintergrund. Die QS PE schaffen damit eine wichtige Grundlage, um Personalentwicklung systematisch weiterzuentwickeln und perspektivisch als eigenständiges Geschäftsfeld zu etablieren.
Frau Schubert, haben Sie sich mit Ihrem Unternehmen bereits zu den QS PE selbstverpflichtet – und was hat Sie dazu bewogen?
Irene Schubert: Ja, selbstverständlich habe ich mich mit meinem Unternehmen zu den QS PE selbstverpflichtet. Für mich ist Personalentwicklung kein neues Thema und auch kein Zusatzangebot, sondern etwas, das meine eigene berufliche Laufbahn und meine unternehmerische Haltung seit vielen Jahren prägt.
Ich komme aus der Personaldienstleistung und habe über 15 Jahre als Geschäftsführerin erlebt, wie sehr sich Arbeitsmärkte verändern – und wie entscheidend es wird, Menschen nicht nur zu vermitteln, sondern sie langfristig zu begleiten, zu qualifizieren und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig habe ich auch persönlich erfahren, was es bedeutet, Verantwortung für Menschen zu übernehmen – beruflich wie privat. Das hat meinen Blick auf nachhaltige Beschäftigung und Entwicklung stark geprägt.
Die Selbstverpflichtung ist für mich daher ein konsequenter Schritt. Die neuen Qualitätsstandards guter Personalentwicklung schaffen einen klaren Rahmen für das, was gute Personalentwicklung ausmacht – und machen sichtbar, wofür wir als Unternehmen stehen: für verlässliche, transparente und wirksame Entwicklung von Mitarbeitenden.
Gleichzeitig sind die QS PE für mich kein Abschluss, sondern ein Ausgangspunkt. Entscheidend ist, dass wir sie im Alltag mit Leben füllen und weiterentwickeln – gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen und im Austausch innerhalb der Branche.
Konkret arbeiten wir aktuell an Best Practice Beispielen aus der Mitgliedschaft, um zu zeigen, wie Personalentwicklung in der Praxis erfolgreich umgesetzt wird. Ergänzend entstehen konkrete Handouts und Arbeitshilfen, die unsere Mitgliedsunternehmen im Alltag unterstützen und Orientierung geben.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Öffentlichkeitsarbeit. Wir wollen Personalentwicklung und die Rolle der Personaldienstleistung insgesamt sichtbarer machen und zu einem differenzierteren, realistischeren Bild unserer Branche beitragen. Das ist mir persönlich ein großes Anliegen.
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