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30.01.2026
Über den Autor
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Daniel Müller Liebe Zeitarbeit

Daniel Müller, Liebe Zeitarbeit, ist ein führender Experte in der Zeitarbeitsbranche und ein Pionier im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) für die Personaldienstleistung. Mit seiner umfangreichen Erfahrung und Leidenschaft für Innovation gestaltet er die Zukunft der Branche aktiv mit.


E-Mail

KI und Cyber Security in der Zeitarbeit

Cyberangriffe sind durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz schwerer zu erkennen. Besonders Personaldienstleister geraten zunehmend in den Fokus, da sie mit sensiblen Bewerber- und Kundendaten arbeiten und stark digitalisierte Prozesse nutzen.

Warum KI Cyberrisiken verschärft, welche Angriffsmuster aktuell zu beobachten sind und welche Maßnahmen Geschäftsführer jetzt ergreifen sollten, zeigt Daniel Müller ("Liebe Zeitarbeit") in einem Gastbeitrag auf, der im Rahmen einer kostenpflichtigen Partnerschaft entstanden ist.

Warum 2026 das Jahr der Angriffe wird und was Geschäftsführer jetzt konkret tun müssen

Künstliche Intelligenz ist in der Personaldienstleistung längst angekommen. Recruiting, Disposition, Matching, Profilvertrieb und interne Prozesse werden zunehmend automatisiert. Viele Unternehmen berichten von spürbaren Effizienzgewinnen, besseren Reaktionszeiten und einer höheren Wettbewerbsfähigkeit.

KI verändert die Bedrohungslage in der Zeitarbeit

Parallel dazu wächst jedoch ein Risiko, das noch immer unterschätzt wird. Denn mit dem Einsatz von KI verändern sich nicht nur Geschäftsprozesse, sondern auch die Methoden von Cyberkriminellen. Angriffe werden professioneller, gezielter und deutlich schwerer zu erkennen.

Warum Personaldienstleister besonders betroffen sind

Personaldienstleister stehen dabei besonders im Fokus. Der Grund liegt in der täglichen Arbeit mit sensiblen Informationen. Bewerberdaten, Ausweiskopien, Vertragsunterlagen, Kundeninformationen, Zahlungsdaten und zahlreiche digitale Schnittstellen bilden eine Datenlandschaft, die für Angreifer hochattraktiv ist.

Zahlen und Fakten zur aktuellen Cyberbedrohung

Aktuelle Zahlen zeigen, wie ernst die Lage ist. Nach internationalen Sicherheitsstudien beginnen inzwischen über neunzig Prozent aller erfolgreichen Cyberangriffe mit einer manipulierten E Mail. Diese Nachrichten sind nicht mehr leicht als Betrugsversuch zu erkennen, sondern fügen sich nahtlos in den Arbeitsalltag ein. Hinzu kommt, dass laut Untersuchungen der durchschnittliche Schaden pro Cyberangriff im Mittelstand mittlerweile im sechsstelligen Bereich liegt, wenn Ausfallzeiten, Wiederherstellungskosten und Reputationsschäden berücksichtigt werden.

Wie moderne Angriffe heute funktionieren

Auch die Häufigkeit der Angriffe nimmt weiter zu. Branchenübergreifend ist die Zahl der Cybervorfälle in den letzten fünf Jahren um ein Vielfaches gestiegen. Besonders betroffen sind Unternehmen, die stark digitalisiert arbeiten, viele externe Kontakte pflegen und ihre Prozesse zunehmend automatisieren. Genau diese Merkmale treffen auf die Personaldienstleistung in besonderem Maße zu.

Was moderne Angriffe so gefährlich macht, ist ihre Qualität. Künstliche Intelligenz ermöglicht es Angreifern, Texte in perfekter Sprache zu verfassen, den Tonfall realer Ansprechpartner zu imitieren und Inhalte dynamisch an Reaktionen anzupassen. Phishing Mails wirken dadurch authentisch, glaubwürdig und oft völlig unauffällig. In einigen Fällen werden sogar Stimmen oder Schreibstile bekannter Personen im Unternehmen nachgeahmt.

Aus der Praxis zeigt sich, dass Angriffe längst nicht mehr zufällig erfolgen. Stattdessen werden Unternehmen gezielt analysiert. Angreifer wissen, welche Rollen besonders kritisch sind, etwa Buchhaltung, Disposition oder Geschäftsführung. Sie kennen typische Abläufe und nutzen Zeitdruck oder Routine gezielt aus.

KI Tools im Arbeitsalltag als Sicherheitsrisiko

Ein weiteres wachsendes Risiko entsteht durch den Einsatz von KI Tools im Arbeitsalltag. Viele Mitarbeitende nutzen bereits entsprechende Anwendungen, oft ohne klare Vorgaben oder technische Absicherung. Dabei werden sensible Informationen in Systeme eingegeben, deren Datenverarbeitung nicht transparent ist. Neben Sicherheitsrisiken entstehen hier auch erhebliche rechtliche Fragestellungen, etwa im Hinblick auf Datenschutz und Vertraulichkeit.

Automatisierung als zusätzliche Angriffsfläche

Hinzu kommt die zunehmende Automatisierung von Prozessen. Schnittstellen, Workflows und automatisierte Entscheidungen erhöhen die Effizienz, vergrößern jedoch gleichzeitig die Angriffsfläche. Ohne klare Sicherheitskonzepte können einzelne Schwachstellen weitreichende Folgen haben und ganze Prozessketten beeinträchtigen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Cyberkriminalität sind enorm. Internationale Schätzungen gehen davon aus, dass der weltweite Schaden durch Cyberangriffe jährlich mehrere Billionen Dollar beträgt. Für einzelne Unternehmen kann ein einziger Vorfall existenzbedrohend sein, insbesondere wenn der operative Betrieb über Tage oder Wochen eingeschränkt ist.

Cyber Security als Führungsaufgabe

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Cyber Security keine rein technische Fragestellung mehr ist. Sie ist eine Führungsaufgabe. Geschäftsführer tragen Verantwortung dafür, dass Sicherheitskonzepte existieren, Prozesse klar definiert sind und Mitarbeitende für Risiken sensibilisiert werden.

Dazu gehören unter anderem klare Freigaberegeln bei Zahlungen, der konsequente Einsatz zusätzlicher Sicherheitsmechanismen bei Zugängen, verbindliche Richtlinien zur Nutzung von KI Anwendungen sowie regelmäßige Schulungen. Ebenso wichtig ist ein klarer Plan für den Ernstfall, der festlegt, wie bei einem Sicherheitsvorfall vorzugehen ist.

Das zentrale Fazit lautet: Künstliche Intelligenz und Cyber Security dürfen nicht getrennt betrachtet werden. Wer KI einsetzt, ohne Sicherheitsaspekte mitzudenken, erhöht sein Risiko erheblich. Unternehmen, die beide Themen gemeinsam angehen, schaffen hingegen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und Stabilität.

Praxis und Vertiefung auf den KI-Kompetenztagen 2026

Genau diese Zusammenhänge werden auch auf den KI-Kompetenztagen am 24. und 25. Februar 2026 auf Burg Hemmersbach bei Köln praxisnah beleuchtet. In einem eigenen Vortrag zeigen Alexander Spaller und Patrick Hack, wie Angreifer heute KI gezielt einsetzen und wie Unternehmen sich mit KI-gestützten Sicherheitslösungen wirksam schützen können. Der Vortrag richtet sich ausdrücklich an Geschäftsführer und Führungskräfte aus der Personaldienstleistung und verbindet technische Einblicke mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://ki-kompetenztage.com/.

Hinweis: Der GVP bietet seinen Fördermitgliedern im Rahmen einer kostenpflichtigen Partnerschaft einen Platz für eigene Beiträge, in denen sie ihre Expertise und Branchenlösungen vermitteln können. Die Inhalte dieser Beiträge werden von den Partnern eigenständig gestaltet.

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