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Tobias Hintersatz Verbandskommunikation
Tobias Hintersatz ist beim GVP im Fachbereich Kommunikation tätig und widmet sich dort schwerpunktmäßig den Bereichen Pressearbeit, Redaktion und Social Media. Der studierte Politologe und Kommunikationswissenschaftler ist seit 2018 beim Vorgängerverband BAP und nun beim GVP beschäftigt. Zuvor war er u.a. in einem Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft sowie einem Architektenverband für die Kommunikation verantwortlich.
Telefon: +49 30 206098-5216E-Mail
Der Arbeitstag beginnt mit einem Kaffee auf der Dachterrasse. Kurz darauf geht es hinunter in den Store: Gemeinsam mit dem Team sichtet Artur Goncharov die Online-Bestellungen, die über Nacht eingegangen sind, und packt sie versandfertig zusammen. Anschließend wird die Verkaufsfläche für die Öffnung hergerichtet, damit das Geschäft für die Kundschaft repräsentabel aussieht. Sobald die Türen offen sind, beginnt das Tagesgeschäft mit Beratung und Verkaufsgesprächen. Gegen Mittag trifft die Neuware ein, die ausgepackt und verräumt werden muss.
Was nach dem Alltag einer langjährigen Stammkraft klingt, ist für Goncharov ein Studentenjob neben dem Studium. Der 25-Jährige studiert Volkswirtschaftslehre im sechsten Semester an der Universität zu Köln. Beschäftigt ist er beim Personaldienstleister jobvalley und im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung derzeit beim Actionsport- und Streetwear-Händler Blue Tomato im Einsatz.
Dass er ausgerechnet dort gelandet ist, passt gut zu ihm: „Mein Einsatz bei Blue Tomato gefällt mir sehr gut, weil ich auch persönlich viel Wert auf Mode lege", erzählt er. An dem Laden sei er schon häufiger vorbeigelaufen und auch schon einmal drin gewesen. Die Gelegenheit, „mal so richtig hinter die Kulissen zu schauen", habe er bis dahin aber nicht gehabt.
Auf jobvalley wurde Artur Goncharov eher beiläufig aufmerksam. Über eine Stellenanzeige auf einem Jobportal bewarb er sich auf eine Tätigkeit und erfuhr erst danach, dass die Vermittlung über den Personaldienstleister läuft. Er lud die App herunter und stellte fest, dass sich dort noch ganz andere Einsatzmöglichkeiten fanden als jene, auf die er sich ursprünglich beworben hatte. Der weitere Weg war kurz: ein Telefoninterview mit einer Ansprechperson von jobvalley, am Tag darauf bereits die erste Schicht. Sie führte ihn in eine Bäckerei im niederrheinischen Viersen. Das war im Jahr 2022.
Seither hat er sehr unterschiedliche Tätigkeiten kennengelernt – vom Brötchenverkauf in der Bäckerei bis zum Ausladen von Containern. Organisiert werden die Einsätze vollständig digital: In der App hinterlegen die Studentinnen und Studenten ihre Verfügbarkeiten, Qualifikationen, Wunscheinsatzorte und Dokumente. Ein Matching-Algorithmus gleicht eingehende Kundenaufträge damit ab, passende Talente werden per Push-Nachricht informiert und können Schichten direkt annehmen. Bei Bestandskunden sind offene Schichten im Median innerhalb von 45 Minuten besetzt. Auch Vertragsabschluss, Zeiterfassung und Lohnabrechnung laufen über das Smartphone.
Für Andreas Langhorst, CEO von jobvalley, ist diese Transparenz der entscheidende Punkt: „Niemand arbeitet gern mit unklaren Absprachen und Zettelwirtschaft. Besonders in der heutigen Zeit braucht es maximale Transparenz. Über die jobvalley App wissen unsere Studentinnen und Studenten sofort, wo der Einsatz stattfindet, was genau erwartet wird und welcher Stundenlohn am Ende auf dem Konto landet. Das schafft Vertrauen und das ist der Hauptgrund, warum unsere Ausfallquoten so verschwindend gering sind."
jobvalley wurde 2008 mit dem Fokus auf studentische Beschäftigung gegründet und ist heute bundesweit für mehr als 2.500 Kundenunternehmen tätig. Der Talentpool umfasst mehr als 600.000 aktive Studentinnen und Studenten sowie Young Professionals; jährlich gehen rund 300.000 Bewerbungen über die App ein. Im monatlichen Durchschnitt sind über 5.000 Studentinnen und Studenten in Voll- oder Teilzeit im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung und Vermittlung im Einsatz und dabei verteilt auf mehr als 500 verschiedene Jobprofile, von Logistik und Produktion über Handel und Gastronomie bis hin zu Office und Verwaltung.
Bei Blue Tomato sind im Rahmen der Zusammenarbeit bislang ca. 150 Studentinnen und Studenten an 20 Standorten zum Einsatz gekommen. Zusammen haben sie über 500 Schichten übernommen und knapp 3.000 Arbeitsstunden geleistet. Der Händler schätzt vor allem die Verlässlichkeit an hochfrequentierten Verkaufstagen wie Samstagen, die spürbare Entlastung des Stammteams und die kurze Einarbeitungszeit. Die Ausfallquote liegt bei jobvalley bei unter einem Prozent.
Langhorst führt das auch auf die Zielgruppe selbst zurück: „Was in den Betrieben immer wieder auffällt, ist die Geschwindigkeit, mit der sich Studentinnen und Studenten in völlig neue Prozesse einfinden. Sie bringen eine natürliche Tech-Affinität und oft methodisches Wissen aus der Uni mit. Dadurch sind sie für das feste Stammteam keine reinen Hilfskräfte, sondern ab dem ersten Tag eine produktive Entlastung auf Augenhöhe."
Artur Goncharov beschreibt es aus der anderen Perspektive. Was die Arbeit im Shop für ihn besonders mache, seien vor allem die Menschen: in einem „frischen, jungen Team zu sein, wo man zusammen dann den Alltag bewältigt".
Der Ausgangspunkt für die Arbeit neben dem Studium ist bei Goncharov zunächst ein praktischer. Er wohnt allein in Köln und finanziert sich sein Studium selbst. Bei der Auswahl der Einsätze achtet er aber bewusst darauf, dass er körperlich mit anpacken kann: „Das tut mir als Ausgleich zum theoretischen Teil meines Studiums gut, unter Leute zu kommen und anzupacken."
Geblieben ist über die Jahre vor allem eines: ein Blick hinter Kulissen, die den meisten verschlossen bleiben. „Ich hatte sehr viele Möglichkeiten, Einblicke zu erlangen in Prozesse und Arbeiten, die man so eigentlich nicht sehen würde", sagt er. Ob Container ausladen, Brötchen verkaufen oder Kundinnen und Kunden im Modehandel beraten – vieles sehe man im Alltag, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was dahintersteckt.
Seine Pläne für die Zeit nach dem Abschluss sind offen, aber klar sortiert: erst einmal arbeiten, weitere Berufserfahrung sammeln, ein wenig reisen. Und für die fernere Zukunft hat er sich vorgenommen, womöglich etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Welche Branchen und Unternehmenskulturen zu ihm passen, hat er im Nebenjob dank der Zeitarbeit bereits ausprobieren können. Genau darin liegt für Andreas Langhorst der eigentliche Wert:
Für viele ist der Nebenjob über jobvalley der erste echte Kontakt mit dem Arbeitsmarkt. Die Studentinnen und Studenten können ausprobieren, welche Branchen und Unternehmenskulturen überhaupt zu ihnen passen. Dass aus spontanen Schichten in der Logistik oder im Handel am Ende des Studiums häufig direkt Festanstellungen werden, ist der beste Beweis dafür, dass hier echte Karrierewege starten. Andreas Langhorst, CEO jobvalley
Die Geschichte von Artur Goncharov zeigt, wie gut sich Studium und Arbeitswelt über die Zeitarbeit verbinden lassen. Studentinnen und Studenten erhalten einen Zugang zum Arbeitsmarkt, der sich ihrem Stundenplan anpasst, faire und transparente Bedingungen bietet und ihnen Praxiserfahrung in ganz unterschiedlichen Betrieben eröffnet. Unternehmen wiederum gewinnen die Möglichkeit, ihre Personaldecke dynamisch atmen zu lassen und saisonale Spitzen, Großaufträge oder kurzfristige Ausfälle abzufedern.
Zeitarbeit ist damit weit mehr als eine Übergangslösung: Sie ist für viele junge Menschen die erste Brücke zwischen Hörsaal und Berufsleben und für die Betriebe ein verlässlicher Weg, Personalbedarf flexibel und planbar zu decken.
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