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Tobias Hintersatz Verbandskommunikation
Tobias Hintersatz ist beim GVP im Fachbereich Kommunikation tätig und widmet sich dort schwerpunktmäßig den Bereichen Pressearbeit, Redaktion und Social Media. Der studierte Politologe und Kommunikationswissenschaftler ist seit 2018 beim Vorgängerverband BAP und nun beim GVP beschäftigt. Zuvor war er u.a. in einem Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft sowie einem Architektenverband für die Kommunikation verantwortlich.
Telefon: +49 30 206098-5216E-Mail
Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird immer angespannter. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Vormonat um 177.000 auf insgesamt 3,085 Millionen Menschen an und liegt somit auf dem höchsten Stand seit 12 Jahren. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Arbeitslosigkeit um 92.000 zu. Die bundesweite Arbeitslosenquote erhöhte sich entsprechend um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Anhand der neuen Zahlen wird deutlich, dass die wirtschaftliche Abschwächung, insbesondere in Industrie, Handel und Dienstleistungssektor, den Arbeitsmarkt immer stärker belastet und sich Unternehmen sehr zurückhaltend bei Neueinstellungen verhalten.
Die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften bleibt insgesamt auf einem vergleichsweise hohen Niveau, zeigt jedoch weiterhin eine rückläufige Tendenz. Im Januar waren 598.000 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet – 34.000 weniger als im Vorjahresmonat.
Die Erwerbstätigkeit in Deutschland sank im Dezember gegenüber November leicht um 6.000 auf 46,04 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Rückgang mit 74.000 weniger Erwerbstätigen deutlicher aus. Diese Entwicklung betrifft insbesondere exportorientierte Branchen sowie das verarbeitende Gewerbe, die aktuell besonders stark unter der schwachen Konjunktur leiden.
Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit bleibt weiterhin vergleichsweise niedrig, zeigt jedoch leichte Schwankungen. Vom 1. bis 26. Dezember wurde für rund 28.000 Beschäftigte neu konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Im November erhielten 204.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld (KUG). Das waren 6.000 mehr als im Oktober, jedoch 61.000 weniger als im Vorjahresmonat.
Auch die Zeitarbeitsbranche spürt die konjunkturelle Abschwächung weiterhin. Nach neuen Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im November 555.300 Personen sozialversicherungspflichtig in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Jahresvergleich zeigt sich ein merklicher Abwärtstrend: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Zeitarbeit sank hier um 8,4 Prozent.
Für die kommenden Monate ist bundesweit weiterhin mit einer angespannten Lage zu rechnen. Eine nachhaltige Erholung des deutschen Arbeitsmarktes hängt maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung, Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung sowie einer Stabilisierung der internationalen Wirtschaft ab.
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